Gelenkschmerzen

    Gelenkschmerzen: Was ist das eigentlich?

    Knie und die Hüfte schmerzen bei jedem Schritt. Der Ellenbogen lässt sich nicht mehr richtig durchstrecken. Schulterkreisen wird zur Qual. Gelenkschmerzen sind belastend. Nicht selten gehen die Schmerzen vom umliegenden Stützgewebe oder der Muskulatur und nicht vom Gelenk selber aus. Anfangs schmerzt das Gelenk nur bei bestimmten Bewegungen oder bei Belastung.

    Im fortschreitenden Krankheitsverlauf spüren Betroffene selbst im Ruhezustand Schmerzen. Nicht nur ältere Menschen sind von Gelenkschmerzen betroffen. Bereits knapp die Hälfte der über 45-Jährigen klagt über Schmerzen in den Gelenken. Oft ist mehr als ein Gelenk betroffen.

    Welche Aufgabe haben die Gelenke?

    Unsere Gelenke sind die beweglichen Verbindungsstücke zwischen den Knochen. Insgesamt sorgen 143 Gelenke für unsere Beweglichkeit. Mediziner unterscheiden "echte" und "unechte" Gelenke. Zu den 68 beweglichen Gelenken gehören das Schultergelenk, das Ellenbogengelenk, das Handgelenk und die Fingergelenke. Die Beine lassen sich mit Hilfe von Hüftgelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk und den Zehengelenken bewegen.

    Im Bereich der Wirbelsäule gibt es weitere Knorpelverbindungen, wie beispielsweise die Bandscheiben. Diese Verbindungen sind jedoch im Vergleich zu den "echten" Gelenken relativ unbeweglich. Ein Gelenk besteht aus mehreren Bestandteilen. Jedes davon erfüllt eine ganz bestimmte Funktion, damit unsere Bewegungen reibungslos und schmerzfrei ablaufen. Unser größtes Gelenk ist das Kniegelenk.

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    Gelenke machen uns beweglich: Ohne unsere Gelenke könnten wir uns nicht bewegen. Eine Art flüssiger Film, die Gelenkschmiere, sorgt dafür, dass die Gelenkflächen glatt und reibungslos übereinander gleiten. Diese Gelenkschmiere wird von der inneren Gelenkschleimhaut produziert.

    Gelenke wirken auch als unsere "Stoßdämpfer": Der Knorpel in unseren Gelenken hat die Funktion, den Druck der aufeinandertreffenden Knochen abzufedern und gleichmäßig zu verteilen. Gelenkknorpel dämpfen harte Bewegungen und Erschütterungen ab.

    Gelenke verleihen uns Halt, indem sie nur bestimmte Bewegungen erlauben und andere verhindern. Dabei unterstützen sie die Gelenkbänder, die Muskuatur und Teile der (Gelenk-)Kapseln.

    Welche Gelenkschmerzen gibt es?

    Besonders häufig treten Gelenkschmerzen im Knie und in der Hüfte auf. Diese tragen schließlich die Hauptlast des Körpergewichts und haben mit den größten Bewegungsradius. Doch auch alle anderen Gelenke können schmerzen, wie beispielsweise die Fingergelenke, die Großzehen oder die Schulter- und Sprunggelenke.

    Ärzte unterscheiden drei Arten von Gelenkschmerzen:

    • Akute Gelenkschmerzen: Akute Gelenkschmerzen setzen innerhalb von ein paar Minuten oder Stunden ein.
    • Subakute Gelenkschmerzen: Subakute Gelenkschmerzen treten innerhalb von ein paar Tagen auf.
    • Chronische Gelenkschmerzen: Chronische Gelenkschmerzen halten über mehrere Wochen und Monate oder Jahre an.

    Von Gelenken ausstrahlende Schmerzen sowie Beschwerden, die von einem Gelenk zum anderen wandern, werden auch als „rheumatische“ Beschwerden bezeichnet.  Denn der Begriff »Rheuma« kommt von dem griechischen Wort »fließen«.

    Was sind die Ursachen von Gelenkschmerzen?

    Gelenkschmerzen können verschiedene Ursachen haben; Entzündungen, Abnutzung oder Überlastung sind am Häufigsten. Erbliche Veranlagung, Alter, Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehl- oder Überbelastung sind wichtige Risikofaktoren für schmerzhafte Gelenkerkrankungen.

    Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz verbunden sind, fasst man unter dem Überbegriff „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“ zusammen. Über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen sind beschrieben. Zu den häufigsten schmerzhafter Gelenkerkrankungen zählen:

    • Arthrose (Gelenkverschleiß)
    • Arthritis (Gelenkentzündung)
    • Stoffwechselerkrankungen, z. B. Gicht
    • Gelenkerkrankungen bei Infektionen, wie zum Beispiel rheumatisches Fieber.

    Therapie: Wie werden Gelenkschmerzen behandelt?

    Gelenkschmerzen lassen sich sehr oft mit einfachen Mitteln selbst behandeln. Zum Arzt sollten Sie jedoch gehen, wenn

    • das Gelenk angeschwollen oder gerötet ist
    • sich das Gelenk heiß anfühlt
    • Sie Fieber haben
    • die Schmerzen nicht aufhören
    • Sie das Gefühl haben, dass sich die Beweglichkeit des Gelenks reduziert
    • beim erstmaligen Auftreten der Schmerzen.

    Wie Sie Gelenkschmerzen sinnvoll behandeln, hängt von den Ursachen ab. Zunächst sollte man immer versuchen, die Ursache zu beseitigen, dann bessern sich auch die Schmerzen. Dies ist jedoch leider oft nicht möglich, z. B. bei Gelenkverschleiß, chronischen Gelenkerkrankungen.

    Tipps bei Gelenkschmerzen

    Gelenkschmerzen durch Entzündung

    • Betroffene Körperpartie hochlagern und ruhigstellen
    • Feuchte, kühlende Umschläge auf die betroffene Stelle geben
    • Entzündungshemmende und schmerzlindernde Cremes

    Gelenkschmerzen durch Verschleiß

    • Wärmeanwendungen fördern die Durchblutung (zum Beispiel Fango-Packungen, Moorbad, Sauna)
    • leichte, regelmäßige Bewegung, z. B. Krankengymnastik
    • Stärkung der Muskulatur, z. B. Rückentraining
    • Schmerzlindernde Maßnahmen, z. B. Akupunktur
    • Entspannungsverfahren, falls der Arzt einen seelischen Hintergrund vermutet

    Welche pflanzlichen Wirkstoffe helfen bei Gelenkschmerzen?

    Nutzen Sie die Heilkraft der Natur. Gleich mehrere pflanzliche Wirkstoffe lindern rheumatische Beschwerden wie Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen. So enthält Doloplant® eine spezielle Kombination dreier hochdosierter pflanzlicher Wirkstoffe: Pfefferminzöl, Eucalyptusöl und Rosmarinöl. Doloplant® ist gut verträglich und tiefenwirksam. Durch den speziellen 3-fach Wirkkomplex werden die wesentlichen Beschwerden spürbar verbessert. Doloplant® wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und entspannend.

    Trotting ist das neue Jogging

    Laufen hält uns fit. 450 Muskeln sind beim Laufen im Einsatz. Es fördert die Durchblutung und stärkt unsere Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder. Außerdem beugt das Laufen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Depressionen vor. Wer seine Gelenke in Knie und Füßen schonen will, sollte allerdings nicht einfach losjoggen. Probieren Sie es mal mit Trotting, dem kleinen, gemächlichen Bruder von Jogging.

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    So beugen Sie Gelenkschmerzen vor

    Hier ein paar einfache Tipps, wie Sie Gelenkschmerzen im Knie, in den Fingern und allen weiteren Gelenken vorbeugen können:

    • Bewegen Sie sich regelmäßig, dann bleiben auch Ihre Gelenkknorpel gesund. Bewegung unterstützt die Produktion von Gelenkflüssigkeit.
    • Belasten Sie Ihre Gelenke nicht übermäßig. Gelenkfreundliche Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Walken oder Radfahren. Sportarten, bei denen man ruckartige Bewegungen und plötzliche Richtungswechsel ausüben muss (Tennis, Fußball, Squash, Basketball, Handball), belasten die Gelenke. Ruhepausen nicht vergessen!
    • Ernähren Sie sich ausgewogen und vollwertig. Gesunde Gelenke brauchen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.
    • Vermeiden Sie einseitige Belastungen. Lieber zwei leichtere Einkaufstüten rechts und links, als eine schwere Tüte auf einer Seite tragen.
    • Nutzen Sie einen ergonomischen Schreibtischstuhl und sitzen Sie richtig.
    • Jedes Kilo zählt, denn es belastet Ihre Gelenke: Bauen Sie – wenn nötig – Gewicht ab. Das schont Ihre Gelenke.