Risikofaktoren

    Risikofaktor: Bewegungsmangel

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    Auto statt Fahrrad, Aufzug statt Treppe, Fernseher statt Fitness? Die Mehrheit der Deutschen sind Bewegungs- und Sportmuffel. Ein Durchschnittsdeutscher bewegt sich heute im Schnitt nur ein halbe Stunde am Tag – Tendenz abnehmend. Begründet wird der Bewegungsmangel mit einem zu langen Arbeitsweg, fehlender Zeit, körperlichen Einschränkungen oder Faulheit.

    Doch zu wenig Bewegung ist ungesund. Bewegungsmuffel riskieren zahlreiche Beschwerden wie häufige Verspannungen oder chronischen Gelenk- und Muskelschmerzen. Denn wer seinen Körper permanent unterhalb der Belastungsschwelle "bewegt", bei dem bauen sich Muskeln ab, Gelenke rosten und Organe verlieren an Leistungsfähigkeit.

    Risikofaktor: Haltung und Fehlbelastung

    Zu Haltungsschäden kommt es, wenn Teile des Körpers über einen längeren Zeitraum fehlbelastet werden. Klassische Fehlbelastungen entstehen beispielsweise durch zu viel oder falsches Sitzen, einseitige körperliche Arbeit, unpassende Schuhe, Übergewicht und vor allem zu wenig Bewegung. Viele Frauen leiden an einseitigen chronischen Nacken- und Schulterschmerzen, weil sie eine zu schwere Handtasche tragen. Um zu verhindern, dass der Riemen der Tasche von der Schulter rutscht, ziehen sie ständig die Schulter auf einer Seite hoch – auch das führt zu Verspannung. Wer wahlweise die Handtasche in die Armbeuge klemmt, riskiert womöglich einen Tennisellenbogen. Als Alternative empfiehlt es sich, die Handtasche regelmäßig zu entrümpeln oder einen modischen Stadtrucksack zu wählen.

    Haltungsschäden: Was sind typische Symptome?

    • Rückenschmerzen
    • Nacken- und Schulterschmerzen
    • Verspannungen
    • Knieschmerzen
    • Mausarm
    • Tennisarm

    Risikofaktor: Wechseljahre

    Wechseljahresbeschwerden: Während der Wechseljahre gerät der Hormonhaushalt bei vielen Frauen durcheinander. Nicht nur Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen sind typische Symptome. Über 70 Prozent der älteren Frauen klagen über chronische Muskel- und Gelenkbeschwerden. Diese werden oft fehlinterpretiert, da die meisten Frauen normale Abnutzungserscheinungen dahinter vermuten. Dabei kann es auch am schwankenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren liegen. Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone, die als Botenstoffe im Körper bestimmte Funktionen steuern.

    Sie regeln beispielsweise den Eisprung und spielen in der Schwangerschaft eine zentrale Rolle. Außerdem beeinflussen Östrogene die Durchblutung, stimulieren den Stoffwechsel in Knochen und Gelenken und haben einen Einfluss auf die Schmerzleitung und -verarbeitung. Östrogene haben eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Der abfallende Östrogenspiegel in den Wechseljahren kann deshalb für akute und chronische Muskelschmerzen und Schmerzen im Bewegungsapparat verantwortlich sein. Für eine Therapie ist es wichtig, den Auslöser zu kennen. Nur dann können die Beschwerden erfolgreich behandelt werden.

    Risikofaktor: Borreliose

    Auslöser für eine Borreliose-Erkrankung ist das Bakterium Borrelia burgdorferi. Dieser Erreger kann mehrere Infektionskrankheiten auslösen, beispielsweise die Lyme-Borreliose und das Rückfallfieber. Die Bakterien werden durch infizierte Zecken übertragen. Typisches Kennzeichen ist die Wanderröte, ein roter Ring, der sich um die Einstichstelle bildet. Liegt die Einstichstelle am Rücken oder einer anderen, schwer einsehbaren Stelle, bleibt ein Zeckenbiss womöglich unbemerkt. Damit es nicht zu einer chronischen Infektion kommt, ist es wichtig, auf spezifische Symptome zu achten und diese sofort zu behandeln. 

    Denn der Erreger nistet sich sonst unbehelligt im Bindegewebe von Knorpeln und Sehnen ein und überlebt dort jahrelang. Symptome wie plötzlich auftretende Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen und Muskelschmerzen ohne äußere Verletzung können ein Hinweis auf eine Borreliose-Infektion sein. Da eine Borrelien-Infektion mit Antibiotika behandelt werden muss, sollten Sie bei unklaren Gelenkbeschwerden, vor allem bei plötzlichen oder andauernden Gelenkschwellungen oder -rötungen, den Arzt aufsuchen.

    Check: Risikofaktoren für eine Borreliose-Erkrankung

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